Nagelprobe...
Gemischte Gefühle
Woran mag das liegen? Im Urteil der
ausländischen Studierenden, die den Weg ins vermeindlich unattraktive
Hochschul-Deutschland auf sich genommen haben, sind die Studienbedingungen
an deutschen Universitäten gar nicht so schlecht. Jedenfalls nicht,
was etwa die materielle Ausstattung angeht. Die von der ehemaligen Bundesregierung
in Auftrag gegebene 14. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zur
Lage der ausländischen Sutiderenden in Deutschland hat ergeben: Die
Gaststudierenden sind mit der Ausstattung an Fachliteratur und Arbeitsplätzen
weitgend zufrieden. Nur in einzelnen Fachbereichen (wie z.B. in der Medizin!)
stimmen sie dasselbe Klagelied an wie ihre deutschen Kommilitonen: zu wenige
Bücher, zu wenige Plätze im Labor und in der Bibliothek. Was
die Qualität der Lehre angeht - ein Lieblingsthema hierzulande und
nicht nur in Streikzeiten ganz oben im studentischen Forderungskatalog
- , äußern sich die ausländischen Studierenden ebefalls
frappierend freundlich. Mindestens die hälfte attestiert den Damen
und Herren Professoren mittlere bis gute didaktische Leistungen. Dabei
spielt nach der Erhebung des Studendenwerks das genaue Herkunftsland gar
keine entscheidende Rolle. Gaststudierende aus Afrika, Asien und Südamerika
bewerten diesen PUnkt ebenso wie solche aus Italien, Frankreich oder der
Türkei. Man muß sich fragen, ob der Wissenschaftsstandort Deutschland
hier in deiser Hinsicht nicht schlechter geredet wird, als er ist.
Viel problematischer ... (Forsetzung
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